17. Februar: Turumba – B-Movie – 18 Uhr

Philippinisches Kino im B-Movie: Turumba (Olympisches Gold)

Das Porträt einer Familie, die in einem kleinen Ort, ca. 100 Kilometer von Manila entfernt, von der Herstellung von Pappmaché-Figuren lebt. Das Eintreffen einer deutschen Unternehmerin bricht diese Routine auf. Der wohl konventionellste Film von Regisseur Kidlat Tahimik entstand im Auftrag des ZDF. Tahimik nennt “Turumba” einen Film, der vom Einbruch des Kapitalismus in ein philippinisches Dorf handelt.
Darsteller: Homer Abiad, Iñigo Vito, Maria Pehipol, Patricio Abari. BRD/PH, 1981, 95 Min., OV, 16mm

Freibeuter des philippinischen Kinos

Und wer ist eigentlich  Kidlat Tahimik? – Er ist der Freibeuter des philippinischen Kinos.  “I choose my vehicle and I can cross the bridge … any bridge … all bridges”, sagte Kidlat Tahimik 1977 in seinem Debütfilm Mababangong Bangungot. “Der stille Blitz”, der Künstlername von Eric Oteyza de Guia (*1942), schlug 1977 im Berlinale-Forum ein. Vielleicht haben wir es Werner Herzog zu verdanken, dass Kidlat Tahimik die Filme gemacht hat (und macht), die er gemacht hat. Die beiden trafen sich in München, wo Tahimik eine zeitlang lebte. Seither wird er nicht müde, mit verspielten, geistreichen, ausufernden home-movies den Status quo seiner und unserer Welt zu hinterfragen. In Do-it-yourself Manier führt er jede Phase der Filmproduktion aus, fern von etablierten Produktionsweisen, mit geringsten Mitteln, mit Angehörigen und Freunden. Welcome to the universe of Kidlat Tahimik, dem Vater des postkolonialen und etwas anderen philippinischen Kinos.!

Ort: B-Movie
Zeit: 18 Uhr
Eintritt: den musst Du im B-Movie selbst festlegen

Mehr Infos